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| JUANE-DELIA
VON HEMMER 25996
Wenningstedt Bremer Str. 15a Tel: 42226
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Juane-Delia von Hemmer wird 1943 als drittes Kind der Delia von Hemmer in
Hamburg geboren und wächst mit 6 Geschwistern auf. Auch ihre Mutter war vom
malerischen Furor besessen. Sie bemalte ihr ganzes Leben neben Leinwänden auch
Seidenkissen mit Drachen, Vasen mit Blumen, Abendkleider usw. In ihrer Wohnung pflegte sie nur barfuss herumzugehen.
Schuhe empfand sie als
Freiheitsberaubung. Schon mit 12 Jahren verkaufte Juane eigene Bilder
-gemalt aus Freude - verkauft
aus Geldmangel.
Mit 15 verläßt sie ihr chaotisches Zuhause
(der Stiefvater trinkt) und
schließt sich einem jungen Vagabunden an, ihren späteren Ehemann. Juane malt für
Geld mit Kreide auf dem Bürgersteig. Mit diesem Gelderwerb bereist sie mit ihrem
Partner ganz Europa, später den mittleren Osten und Teile Afrikas. Sie malt
nebenher auch Bilder, die gut verkauft werden. Gelegentlich werden die beiden
wegen Land- streicherei oder Pflastermalerei ins Gefängnis gesteckt, so in
Monaco, Nizza, Grenoble, Aix en provence, Bern usw. Als Model arbeitete Juane in
Beirut, Damaskus und Amman.
Nach jahrelangen abenteuerlichen Reisen läßt sich das pittoresque Paar in
Berlin nieder, ein Sohn wird geboren. Nun malt Juane-D. große Ölbilder auf Anforderung Ihres Ehemannes,
dieser
signiert diese und verkauft sie in alle Welt. Nach der Scheidung bleibt Juane-D
ohne Mittel. Das Malen ist ihr durch die kommerzielle Pinselei auf Jahre verleidet.
Sie
fertigt Fantasie-Schmuck aus Glas und Perlen, den sie gut verkauft.
Nun bereist sie die USA,Mittelamerika,die Karibik,lebt einige Monate in
Mexiko usw. Schließlich heiratet sie einen namhaften englischen Jazz- Pianisten und
begleitet ihn auf seinen Auslandstourneen.
Mit 49 Jahren findet sie zur Malerei zurück
und studiert endlich Malerei an
der Freien Akademie für Kunst in Berlin. (Übrigens in einer Klasse mit Norbert
Bisky,der später zur HdK wechselt. Bisky bewunderte die kühnen Farben von
Juane. Er kam jeden Morgen in die Atelier-Ecke, um nach neuen Werken zu
schauen.)
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Sie wird u.
a. unterrichtet von Stefan Halbscheffel, Ute Wöllmann, einer
Meisterschülerin von Georg Baselitz. Hier verirrt sie sich kurzzeitig auch in die
abstrakte Malerei. Durchaus mit Verkaufserfolgen, aber mit gleichzeitig ständig
steigender Unzufriedenheit.
Sie malt danach wieder figürlich.
Ihre Bilder sprudeln aus dem Innern, ohne das
sie verbal nachdenken müßte. In Bildern denkt sie ständig. Jede Seelenregung
taucht in ein Bild verwandelt wieder auf, sei es ein Ungeheuer, einen Wolfskopf
bei manchen Männern usw. ein Drachen, der Sexualität verkörpert und auf dem sie
reitet oder der sie bedroht. Sie muß nicht herumkrampfen, um Bilder zu
malen, die dem sinnhuberischen Anspruch mancher Kunstkritiker genügen.
Nach 7 Jahren Weiterbildung folgten nun Ausstellungen unter anderem Namen.
Ende 2003 verläßt Juane-D. aus privaten Gründen Berlin und lebt und arbeitet seitdem auf der Insel Sylt.
Sie hat aus persönlichen Gründen wieder den Familiennamen ihrer Mutter
angenommen.
,,Frau mit goldener Tasse’
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